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Archiv

Weltweit werden Naturstimmen sowohl für wissenschaftliche Foschungswecke als auch von Interessierten (privat) aufgenommen. Ein Teil der Aufnahmen findet Eingang in Webarchive, CD und DVD Zusammenstellungen oder Archive. Neben verschiedener kommerziellen Verwertungsmöglichkeiten sind auch Archivierungen möglich.

Leider finden viele Privatsammlungen nicht Eingang in nationale und internationale Tonarchive. So gehen viele wertvolle Aufnahmen verloren. Erst durch den Vergleich von zeitlich länger auseinander liegenden Aufnahmen können Unterschiede in der Änderung von Stimmen in verschiedenen Populationen festgestellt werden.

Wenn Sie von wertvollen Aufnahmen erfahren haben, zeigen Sie Interesse, sichern Sie die Datenträger im Falle einer Verlassenschaft für die Nachwelt. Meist ist die Verwandtschaft selbst nicht sehr interessiert an den vielen Kassetten und anderen Datenträgern. Wichtig sind Dokumentationen zu den Aufnahmen in absteigender Priorität:

Ort

Datum

Technik

Bestimmung der aufgenommenen Stimmen

Kontakt

Eine Möglichkeit ist es, sich bei XENO-CANTO zu regsitrieren und ausgewählte Aufnahmen als internet-taugliche MP3 Dateien zur Verfügung zu stellen (Creativ Commons Lizenz, Copyright liegt bei Inhaber).

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Verwertung

Originale und Samples

Ein berühmtes Beispiel ist der "Adlerschrei" aus Filmen, Werbung und auch Dokumentationen:

Fast jeder Greifvogel wird seit jahren mit einem «hiieiIhh» Ruf des Rotschwanzbussardes (red-tailed hawk Buteo jamaicensis) unterlegt. Diese Aufnahme wird so oft eingesetzt, dass er schon wirklich abgedroschen ist und einen faschen Pathos abgibt. In diesem und anderen Beispielen wird keine Rücksicht auf den Kontinent und die dargestellte Vogelart genommen. Natürlich sind das Kleinigkeiten, sie fallen aber dem geschulten Auge und vor allem dem Ohr auf! 

Auch Interessantes kann beim Konsumieren von Filmen beobachtet werden. Mir ist das beim Film "Die Hasenjagd" von Andreas Gruber (1994) aufgefallen. In einer nächtlichen Szene auf einem Mühlviertler Bauernhof konnte ich eine Zwergohreule (Otus scops ) rufen hören. Ein eher seltenes Beispiel "guter" Arbeit.

Viel öfter werden aber fast wahllos Stimmen zusammen gemischt. Selbst bei der Synchronisation werden statt der amerikanischen Stimmen oft heimische Aufnahmen beigemischt. Sie sind dem Publikum offenbar vertrauter. Ich kenne aber auch Beispiele moderner Musik mit eindeutigem geographischen Bezug ("Bali"), in denen das Rotkehlchen schön singt...

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Naturaufnahmen richtig einsetzen

Werden vielfältige und für den jeweiligen Handlungsort typische Stimmen aufgenommen und eingesetzt, entstehen authentische Situationen. Der Höreindruck ist natürlich, vor allem für Menschen, die den Unterschied kennen.

Wenn Sie auf der Suche nach dem richtigen Ton sind, fragen Sie mich. Das Sammeln interessanter Aufnahmen ist Anliegen einer kleinen Schar von Naturkundlern.

 

Bilder