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Vogelschauen & Wandern

 

"Dawoat´ is besser ois darennt" MRI Alpine Birding

Vogelschauen erfordert Geduld, sich Zeit zu nehmen, zu warten, ruhig zu beobachten. Dafür wird man mit den schönsten und natürlichsten Tierbeobachtungen belohnt - oft aus nächster Nähe: "Universum live", selbst erlebt und vor allem: real. Ob an einem Altarm in den Donauauen, am Felsgrat, oder auf einer Alm. Ein türkisblauer Eisvogel sitzt ruhig auf einem Ast, der aus dem Wasser ragt, ein strahlend weißer Silberreiher spiegelt sich im dunklen Altarm, Murmeltiere tragen munter Gräserbüschel für den Winter in ihre Bauten ein und warnen mit Pfiffen vor dem Steinadler hoch am Himmel und Schneehühner spazieren über kurzgrasige Alpinrasen ... Wer Geduld hat und warten kann, erlebt Tiere nicht nur im Augenblick der Flucht, sondern minutenlang und ungestört in ihrem natürlichen Verhalten. Ornithologie als Wissenschaft und Forschung, als Naturgenuss, als Sport,.. es gibt viele Arten des Vogelschauens. Wir wollen noch eine weitere hinzufügen: "Vogelschauen und Wandern." - Die Kombination von Wandern und Tierbeobachtung. Wenn Sie auch bisher schon ein Auge für die Naturbeobachtung hatten oder zukünfig noch mehr aus Ihren Wanderungen machen möchten, freuen wir uns über Ihr Interesse.Wir wollen uns Zeit nehmen zu schauen und manchmal auch ein bisschen zu warten. Unser Blick soll dabei nicht nur "in die Luft", das heißt nicht nur auf die Vögel gerichtet sein. Auch andere Tiere und natürlich auch Pflanzen und Pilze werden unserer Aufmerksamkeit nicht entgehen. Natürlich wollen wir (im Unterschied zu rein naturkundlichen Führungen) auch wandern, nicht zuletzt um neben den Details auch die großen Zusammenhänge der Ökosysteme und die unterschiedlichen Landschaften zu erleben und zu verstehen. Nach unseren Touren zu den Wintergästen im Nationalpark Donauauen, zum Frühlingsbeginn in die Marchauen und zum Vogelzug in den Seewinkel hat sich gezeigt, dass das Interesse an Vogelschauen und Wandern sehr groß ist. Wir werden daher unser Angebot in diese Richtung erweitern und das Team verstärken: Martin Riesing, seit vielen Jahren aktiver Vogelkundler und einer der besten Kenner vor allem der ostösterreichischen Beobachtungsplätze wird künftig unsere Exkursionen begleiten. Die Firma Svarovski Optik stellt uns leihweise die neuesten Feldstecher- und Fernrohrmodelle zur Verfügung. Trotzdem wäre es günstig, wenn Sie zusätzlich ihren eigenen Feldstecher (falls vorhanden) mitnehmen - Vögel warten nämlich nicht immer bis das Fernglas die Runde gemacht hat ...

Christian Härtel und Martin Riesing für den OEAV, Sektion Edelweiss

Dieser Text erschien original als Beitrag im EDELWEISS aktuell Magazin, Ausgabe 4-2007.

Vogelschauen und Wander, Hainburg 2008-03-09
Vogelschauen und Wander, Hainburg 2008-03-09
Martin Riesing am Steig, Bärenschutzklamm, Steiermark
Martin Riesing am Steig, Bärenschutzklamm, Steiermark
Martin Riesing in der Bärenschutzklamm, Steiermark
Martin Riesing in der Bärenschutzklamm, Steiermark
CRO auf Warte, Wienerwald
CRO auf Warte, Wienerwald
Markierung auf Buche
Markierung auf Buche

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Termine für Vogelschaun & Wandern

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Vogelschauen und Wandern im Winter

Wohin im Winter?

Wer gerne Vögel beobachtet, muss nicht auf den Frühling warten. Auch im Winter gibt es gerade bei uns in Ostösterreich viel zu entdecken und zu beobachten!

Wir müssen nur unsere Ausflüge und unsere Ziele an das Verhalten der Tiere anpassen. Die kalte Jahreszeit ist dann sogar besonders spannend, weil wir die Möglichkeit haben viele Vogelarten anzutreffen, die bei uns nicht als Brutvogel heimisch sind, sondern nur als Durchzügler oder Wintergast vorkommen. Je nach Witterung und Nahrungsangebot in ihrer Heimat können ganz unterschiedliche Arten gezwungen werden zu uns in den Süden auszuweichen. Das Artenspektrum im Winter ist daher sehr variabel. Manche Vögel sind nur für wenige Wochen oder gar Tage anwesend, manche Arten kommen überhaupt nur ausnahmsweise alle paar Jahre vorbei,...

...Vogelschauen im Winter ist spannend!

Zwei spannende Ziele zum Vogelschauen im Winter wollen wir Ihnen näher vorstellen:

Harzberg bei Bad Vöslau

Im Bereich des Naturparks Föherenberge am Ostrand der Alpen können im Winter besonders gut Bewegungen verschiedener Arten bemerkt werden: Trupps von Erlenzeisigen, Fichtenkreuzschnäbel, verschiedene Meisenarten.

Heuer werden vermehrt Tannenhäher auch abseits der sonst üblichen Winterplätze auch fern der Berge festgestellt. Fichtenkreuzschnäbel sind auch im gesamten Flachland regelmäßig zu beobachten. Speziell am Harzberg wollen wir nach einem Vogel Ausschau halten, der manchem Kletterer schon begegnet ist: der Mauerläufer. Einige Vögel überwintern regelmäßig in tieferen Lagen und werden in Steinbrüchen und selbst ortstreu an Kirchen gefunden. Weitere je nach Witterung zu erwartende Vögel sind Kolkrabe, Uhu und Wanderfalke. 

Donauauen unterhalb von Wien

Die frei fließende Donau östlich von Wien ist für viele Wasservögel ein wichtiges Winterquartier, besonders, wenn die großen Seen und kleineren Fließgewässer zugefroren sind. Auf den Schotterbänken und auf den in den Fluss hinein gebauten Buhnen und Leitwerken sitzen Graureiher, Kormorane und zahlreiche Entenarten. Neben der bekannten Stockente entdeckt man häufig Reiherenten und die kleineren Schellenten, manchmal auch die bunte Pfeifente, alle drei Wintergäste aus Nordosteuropa. Eisente, Eiderente, Samtene und andere Gäste aus dem hohen Norden sind nur selten zu entdecken und gehören zu den vielen ornithologischen Überraschungen , die ein kalter Wintertag an der Donau bieten kann.

Im flachen Wasser der Donau sind Taucher und Säger auf Nahrungssuche, häufig der Zwergtaucher, den wir hier das ganze Jahr beobachten können, jetzt im Winter aber auch Zwergsäger und Gänsesäger, seltener auch Mittelsäger.

Neben den häufigen Graureihern sieht man immer wieder auch (z.B. in der Unteren Lobau) seine strahlend weißen Verwandten, die Silberreiher, meist Wintergäste vom Neusiedler See.

In den letzten Jahren wieder häufiger geworden ist die mit 2,40 m Flügelspannweite größte Adlerart Europas, der Seeadler. Die Altvögel sind besonders leicht erkennbar, da sie neben der typischen breiten, „brettförmigen“ Flügelform als einzige heimische Greifvogelart weiße Schwanzfedern haben.

Natürlich gäbe es noch von vielen anderen Vogelarten an der winterlichen Donau zu berichten! Schauen Sie in die Au und lassen Sie sich überraschen!

Für Ausflüge empfehlen wir natürlich ein Fernglas, am besten zusätzlich ein Fernrohr/ Spektiv. Sehr lohnend ist der Treppelweg am Südufer. Hier bietet sich die S 7 als Verkehrsmittel an, da man dann nicht wieder zum Ausgangspunkt zurück gehen muss. Die meisten Arten und Individuen findet man um diese Zeit an der Donau selbst, aber auch an den größeren Altarmen, so lange diese nicht zugefroren sind. Natürlich ist auch das Nordufer empfehlenswert, vor allem wenn Sie in der Sonne wandern wollen, die Vögel auf der Donau sehen sie dann aber nur im Gegenlicht!

 

Donauauen und Harzberg bieten wir auch als geführte Tour im Rahmen von „Vogelschauen und Wandern“:

31.1.2009 - Hat wegen zu geringer Nachfrage nicht stattgefunden.

Winterliches Vogelschauen und Wandern am Harzberg bei Bad Vöslau

Bad Vöslau – Steinbruch – Harzberg (Details u. Anmeldung OEAV Seite)

 

15.2.2009

Gefiederte Wintergäste an der Donau (Details und Anmeldung OEAV Seite)

Wolfstal – Schloßau – Aüglspitz – Röthelstein – Hainburg

11 km, 0 hm, ca. 4 Stunden

Über aktuelle Beobachtungen können Sie sich im Forum informieren.

 

Christian Härtel und Martin Riesing